Das Kompetenznetz Demenzen (KND) wurde als eines der 17 Kompetenznetze in der Medizin vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Seit Mai 2009 ist es ein eingetragener Verein. Es soll einer besseren Versorgung von Demenzkranken dienen. Das Kompetenznetz besteht aus einem bundesweiten Zusammenschluss von 13 universitären Einrichtungen, die auf dem Gebiet der Erforschung, Diagnostik und Therapie demenzieller Erkrankungen führend sind.
Aufbauend auf den Erfahrungen mit den früheren „Medizinischen Kompetenznetzen“, hat das BMBF 2008 mit der Förderung von national angelegten „Krankheitsbezogenen Kompetenznetzen“ begonnen. Das bundesweite Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD) soll über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit rund 50 Millionen Euro gefördert werden. Es ist das erste geförderte Projekt in diesem neuen Programm.
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wurde am 23. Juni 209 offiziell gegründet. Es soll die bundesweite Kompetenz auf dem Gebiet der Forschung an neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson in Form eines Netzwerkes bündeln. Das Kernzentrum ist in Bonn, es gibt derzeit sechs weitere Standorte. Das DZNE wird ebenfalls vom BMBF gefördert.
Als Referenzzentrum für Neurodegenerative Erkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN) beherbergt das Institut in München die Münchner Hirnbank und ist gleichzeitig das organisatorische Zentrum eines nationalen Netzwerks von Hirnbanken (Brain-Net), welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. In einer Hirnbank wird Hirngewebe, z.B. von verstorbenen Alzheimer-Patienten, für die Forschung gesammelt.
Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 089 / 21 80 7 83 45 erhältlich.
Zwei große Alzheimer-Familien-Studien finden an der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie satt. In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF), München, sollen in einer Geschwisterpaarstudie die genetischen Veränderungen untersucht werden. Darüber hinaus ist die TU München auch am weltweit größten Alzheimer-Familien-Forschungsprojekt MIRAGE beteiligt. Um zu klaren Ergebnissen zu kommen, müssen mehrere hundert Geschwisterpaare untersucht werden. Aus diesem Grund werden deutschlandweit Alzheimer-Patienten mit gesunden oder ebenfalls erkrankten Geschwistern gesucht. Nähere Informationen finden Sie >>hier.
IDA, die Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin, hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgungsqualität von Demenzpatienten zu verbessern. Gleichzeitig will das Projekt dazu beitragen, die psychische und physische Belastung ihrer Angehörigen zu verringern. Den behandelnden Hausärzten sollen auf konkrete Daten gestützte Erkenntnisse angeboten werden, welche nicht-medikamentösen Versorgungsmaßnahmen bei Demenzkranken besonders wirksam sind. Außerdem sollen Strategien entwickelt werden, die Betroffenen die Chance bieten, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Das Projekt ist im Raum Mittelfranken angesiedelt. Für die Teilnahme werden noch AOK-versicherte Patienten gesucht.
Weitere Informationen unter http://www.projekt-ida.de/.
An der Universität des Saarlandes wird mit Fördergeldern der EU eine internationale Doktorandenschule im Bereich Alzheimer-Forschung aufgebaut. Ziel von NEURAD ist es, junge Forscher an das Feld der Alzheimer-Forschung heranzuführen und die Ausbildung auf einem hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. An dem Forschungsvorhaben ist ein Wissenschaftler-Konsortium aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland mit insgesamt elf Universitäten und drei Pharma-Firmen beteiligt. Die Leitung hat Prof. Dr. Thomas Bayer von der Klinik für Psychiatrie der Universität des Saarlandes.
Der Berliner Forschungsverbund „Autonomie trotz Multimorbidität im Alter“ (AMA) will einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen mit Mehrfacherkrankungen leisten. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht die Analyse von Ressourcen zur Aufrechterhaltung der Selbstbestimmung und Alltagsbewältigung bei älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen. In sieben Projekten arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Berliner Institute disziplinenübergreifend an Fragenstellungen zur Multimorbidität, Lebensqualität und Autonomie im Alter.
Diese Rubrik wird nach und nach erweitert.
Forschende, die ihr Projekt hier veröffentlicht sehen wollen, werden gebeten, sich an die Webmasterin Susanna Saxl zu wenden.