Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika.
Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) (www.alz.co.uk) weltweit unterstützt.
In Deutschland werden jedes Jahr von den örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen eine Reihe von regionalen Veranstaltungen veranstaltet. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten usw. wird die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer aufmerksam gemacht.
Es soll auf die Situation der 1,2 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien in Deutschland hingewiesen werden. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.
Menschen mit und ohne Demenz leben zusammen in Familien, in Heimen, aber auch in Dörfern, Stadtvierteln und Nachbarschaften. Es gibt viele Orte der Begegnung - im Seniorentreff, im Supermarkt, beim Frisör oder im Hausflur. Dieses Zusammenleben kann klappen und positiv gestaltet werden - wenn das Krankheitsbild bekannt ist und Menschen mit Demenz trotz ihrer Krankheit ernst genommen werden. Wenn ihnen und ihren Angehörigen mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und der notwendigen Geduld begegnet wird.
Auf die vielfältigen Möglichkeiten eines guten Miteinanders möchte das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertags hinweisen.
Das Motto des Welt-Alzheimertages 2011 lautete: "Gesichter der Demenz"
Denn Demenz hat viele Formen und Gesichter: Betroffen sind Menschen im hohen Alter, andere sind noch relativ jung und stehen mitten im Leben. Die Krankheit verändert sich im Verlauf. Menschen im frühen Stadium sind weitgehend selbstständig, haben viele Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Im späten Stadium benötigen sie immer mehr an Unterstützung. Am Lebensende können sie Ihre Bedürfnisse kaum noch ausdrücken und brauchen eine einfühlsame Begleitung. Menschen mit Demenz können glücklich sein – wenn sie im Kontakt mit anderen sind und Liebe und Wertschätzung erfahren. Sie können aber auch traurig und verzweifelt sein, wenn sie sich einsam und hilflos fühlen.
Veranstaltungshinweise zum Weltalzheimertag 2011 finden Sie >>hier.







