Über uns
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen. Sie setzen sich bundesweit für die Verbesserung der Situation der Demenzkranken und ihrer Familien ein.
Ziele unserer Arbeit
- Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Alzheimer Krankheit und andere Demenzerkrankungen fördern
- Gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anregen
- Die Krankheitsbewältigung der Betroffenen und die Selbsthilfefähigkeit der Angehörigen verbessern
- Entlastung für die Betreuenden schaffen durch Aufklärung, emotionale Unterstützung und örtliche Hilfe
- Zusammenarbeit und fachlicher Austausch mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften
- Unterstützung wissenschaftlicher Forschung über Demenzerkrankungen und Versorgungsmöglichkeiten
- Neue Betreuungs- und Pflegeformen entwickeln und erproben
Forderungen für ein besseres Leben mit Demenz
In Deutschland leben zur Zeit etwa 1,4 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel der Erkrankten werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Dachverband von zurzeit 135 auf Landes- und regionaler Ebene organisierten Alzheimer-Gesellschaften sowie weiterer zahlreicher Angehörigen- und Selbsthilfegruppen) stellt folgende Forderungen:
| 1. | Pflegeversicherung: Angemessene Berücksichtigung der Demenzkranken im Pflegeversicherungsgesetz (inbesondere die stärkere Berücksichtigung der Beaufsichtigung und Betreuung von Demenzkranken bei der Einstufung) |
| 2. | Unterstützung der pflegenden Angehörigen und der Selbsthilfe: Aufbau eines bundesweiten Netzes von Anlaufstellen bzw. Selbsthilfegruppen für Angehörige von Demenzkranken innerhalb der nächsten zwei Jahre |
| 3. | Medizinische Diagnose und Behandlung: Sicherstellung der Frühdiagnostik bei Demenzerkrankungen sowie Behandlung mit Antidementiva |
| 4. | Stationäre Altenhilfe: Kurzfristige Umsetzung demenzbezogener struktureller Veränderungen (insbesondere: Qualifizierung des Personals, angemessener Personalschlüssel, nichtmedikamentöse Therapie) |
Ausführlicher können Sie die Forderungen der DAlzG nachlesen in der Broschüre
"Vergesst die Demenzkranken nicht!"
Qualität in der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften
Die Selbsthilfe und damit auch die Alzheimer-Gesellschaften haben in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung erfahren. So werden demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen stärker als bisher in die Politikberatung einbezogen, sie sind in Gremien vertreten und kommen bei Anhörungen im Bundestag, auf Landes- und kommunaler Ebene zu Wort. Sie müssen um Gelder werben, dabei werden Transparenz und Qualität in der Arbeit und im Finanzgebaren von gemeinnützigen Organisationen - wie der Selbsthilfe - immer wichtiger.
Die Delegiertenversammlung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) hat deshalb im November 2006 beschlossen, einen Arbeitsausschuss „Qualität“ einzusetzen, der Kriterien für die Sicherstellung und Weiterentwicklung der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften unter einheitlichen Qualitätsgesichtspunkten entwickeln soll. Das vorliegende Papier ist das Ergebnis der Arbeit dieses Arbeitsausschusses, der aus Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsstelle der DAlzG sowie Vertretern ihrer Mitgliedsorganisationen besteht.
Leitsätze zur Qualität der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften

