An die Deutsche Alzheimer Gesellschaft werden immer wieder Anfragen herangetragen, Studienaufrufe durch Publikation in ihren Medien (Internetauftritt, Mitgliederzeitschrift „Alzheimer Info“) zu unterstützen. Dabei handelt es sich um Aufrufe zur Beteiligung sowohl an der klinischen Forschung (z.B. Forschung zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Medikamenten) als auch an der Versorgungsforschung (z.B. Durchführbarkeit und Wirksamkeit von nicht-medikamentösen Interventionen).

An dieser Stelle veröffentlichen wir Aufrufe zur Teilnahme an Studien. Diese entsprechen den Kriterien für Forschungsaufrufe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Sie werden von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft weder finanziert noch durchgeführt.

Kriterien für Forschungsaufrufe

Bewegungsstudie „Bewegung und Gedächtnisleistung“

Wissenschaftliche Studie zur Bewegung bei neurodegenerativen Erkrankungen

Das Universitätsklinikum Aachen führt die Forschungsstudie „Bewegung und Gedächtnisleistung“ durch, um mögliche Auswirkungen einer regelmäßigen körperlichen Betätigung auf die kognitiven Funktionen (u. a. Gedächtnis, Aufmerksamkeit) und auf das Gehirn in seiner Struktur zu überprüfen. Die Untersuchung dient nicht der medizinischen Diagnostik. Die Ergebnisse der Untersuchung können jedoch helfen, Krankheitsprozesse durch die Anwendung von neuen Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) Methoden besser zu verstehen.

Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer nehmen entweder an einem einmal wöchentlich stattfindenden, von der Physiotherapie geleiteten Sportprogramm oder einem Psychoedukationsprogramm für sechs Monate teil. Die Studienteilnahme richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer prodromalen bis milden Alzheimer Erkrankung aus dem Kreis Aachen und Simmerath, da die Interventionen am Universitätsklinikum Aachen und in Simmerath stattfinden.

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Praxisprojekt „AniTa“ - Angehörige im Tausch

Wenn ein weit entfernt lebender Elternteil an einer Demenz erkrankt, stellt das die Kinder vor besondere Herausforderungen und Belastungen, die anders sind als die der Vor-Ort-Pflegenden. Mangelhafte oder unvollständige Informationen erschweren das Knüpfen eines Unterstützungsnetzwerks aus der Ferne, Emotionen wie Sorge und Angst dominieren. Zu diesem Schluss kommt das Projekt AniTa der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg aufgrund von Befragungen. 

Das Projekt AniTa unterstützt die Vernetzung von Angehörigen, die sich in einer solchen Situation befinden. So kann sich Tochter A, die vielleicht in Hamburg lebt, um den in Hamburg lebenden Vater von Sohn B aus München kümmern. Umgekehrt sieht Sohn B nach der in München lebenden Mutter von Tochter A. 

Idealerweise sollten solche „Tauschpatenschaften“ frühzeitig und nicht erst in einer Akut-Situation zustandekommen. Eine Tauschpatenschaft ersetzt keine Haushaltshilfe und keinen Pflegedienst. Der entfernt lebende Angehörige profitiert aber von einem Ansprechpartner vor Ort, die Teilhabemöglichkeiten der alten Menschen werden gefördert. Interessenten können sich bei der „Tauschbörse“ informieren und anmelden.  

Weitere Informationen zur Tauschbörse AniTa

Bürgerforschungsprojekt „Gemeinsam Gedächtnis erforschen“

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), das Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND) am Universitätsklinikum Magdeburg und die neotiv GmbH untersuchen im Rahmen einer Studie, wie sich alltägliche gesundheitliche und lebensstilbedingte Faktoren auf das Gedächtnis auswirken.

Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren können sich eine App für das Smartphone mit Ios- und Android-Betriebssystem herunterladen und einen Bürgerforschungs-Account erstellen. Mit Hilfe der App werden einmal pro Woche einfache spielerische Gedächtnistestungen durchgeführt, die jeweils ca. 15 Minuten dauern.

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Versorgungsforschungsprojekt „Epyloge“

Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar in München untersucht die (Palliativ-)versorgung von Menschen mit fortgeschrittener Demenz am Lebensende.

Aktuell werden für die Befragung Angehörige von Demenzkranken gesucht, die innerhalb der letzten drei Monate verstorben sind. 

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Klinische Studie „DESCRIBE-FTD“

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) führt eine klinische Registerstudie zur Frontotemporalen Demenz (FTD) durch.

Teilnehmen können Menschen, die wegen einer (möglichen) Frontotemporalen Demenz bei kooperierenden Kliniken des DZNE behandelt werden, sowie blutsverwandte Angehörige von FTD-Erkrankten.

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Klinische Studie "NeuroMET"

Ziel des internationalen NeuroMET-Projekts ist es, mithilfe von besonders hochauflösenden Aufnahmen eines Magnetresonanztomografie (MRT)-Geräts die Methoden für eine frühe Diagnostik der Alzheimer-Krankheit weiterzuentwickeln. Für die Studie werden Menschen mit leichten Gedächtniseinschränkungen bzw. einer beginnenden Alzheimer-Demenz gesucht.

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Klinische Studie „Vorinostat_AD“

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) führt eine klinische Prüfung zur Ermittlung der verträglichen Dosis von Vorinostat bei Patientinnen und Patienten mit Alzheimer-Demenz durch.

Als Studienteilnehmende werden gesucht: Menschen mit einer milden Alzheimer-Demenz im Alter zwischen 55 und 90 Jahren.

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