Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nimmt eine Vielzahl von Aufgaben wahr, so z.B.:

  • Information und Beratung von Betroffenen am Alzheimer-Telefon (6.245 Anfragen in 2008, das sind fast 1.000 mehr als 2007)
  • Versand von Informationsmaterialien (229.240 Stück an 15.173 Adressaten im Jahr 2008)
  • Unterstützung beim Aufbau von Angehörigengruppen und neuen Alzheimer Gesellschaften
  • Organisation von Kongressen, Fachtagungen und Seminaren, z.B. für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter
  • Forschungsförderung
  • politische Stellungnahmen und Teilnahme an diversen Arbeitskreisen als Interessenvertretung der Betroffenen und ihrer Familien
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit 
  • spezielle Projekte, z.B. aktuell das Projekt "Alleinlebende Demenzkranke - Schulung in der Kommune" und das Jugendprojekt "Alzheimer & You"

Zur Verwirklichung dieser Aufgaben wird Geld benötigt, das bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft aus unterschiedlichen Quellen stammt. Das Budget hat im Jahr 2008 einen Umfang von 1.360.398,54 €  und ist damit etwas niedriger als im Jahr 2007.

Einnahmen 2008

 Einnahmeartin € 
 Mitglieds- und Fördermitgliedsbeiträge  69.666,68
 Verkauf Informationsmaterial 102.200,37
 Spenden 283.714,08
 Selbsthilfeförderung der Krankenkassen 61.160,00
 Bundesaltenplan 581.997,38
 Erbschaften 179.620,95
 Honorartätigkeiten 2.609,50
 Vermögensverwaltung (Zinsen, Verpachtung) 40.559,76
 Sponsoring749,00
 Andere Einnahmen (Stiftungen, Bußgelder, EU-Projekte usw.)38.120,82
 Summe Einnahmen1.360.398,54

  

  • Ein wesentlicher Bestandteil (43 %) kommt dabei aus dem Bundesaltenplan. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt damit den Informationsversand, die Netzwerkarbeit, das Alzheimer-Telefon und bestimmte Projekte (Jugendprojekt, Projekt "Alleinlebende Demenzkranke"). 
  • Einen ebenfalls großen Teil unserer Einnahmen verdanken wir den vielen Spenderinnen und Spendern, von denen die meisten kleine Summen spenden, die sich aber im Ganzen zu einer großen Summe addieren (2008: 21 % des Einkommens). Ihnen sei an dieser Stelle gedankt, ebenso wie unseren Mitgliedern und Fördermitgliedern (5 %).
    Dieses Geld ist besonders wichtig, weil wir es nicht für für bestimmte Projekte sondern für die allgemeinen Vereinsausgaben, z.B. für die inhaltliche Arbeit in den Arbeitsausschüssen, die Forschungsförderung und die politische Arbeit verwenden können.
      
  • Aus Erbschaften sind uns im Jahr 2008 ebenfalls beträchtliche Summen (13 %) zugeflossen. Davon wurde ein Teilbetrag (69.000 €) zweckgebunden für Forschung zugewendet, mit dem zunächst Rücklagen für die Fortführung der Forschungsförderung gebildet wurden. Wir danken den Erblassern für das Vertrauen, das sie schon zu ihren Lebzeiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft geschenkt haben.  
  • Aus dem Verkauf von Informationsmaterialien erhalten wir 8 % unserer Einnahmen. 
  • Aus der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen (4 %) wurden 2008 die neue Broschüre "Prävention, Therapie und Rehabilitation für Demenzkranke", die "Informationsbögen für die Aufnahme von Patienten mit Demenz ins Krankenhaus" in einer ersten Auflage, das Seminar "Beratung" und das Gruppenleiter-Training sowie die Entwicklung des Alzheimer-Blogs bezahlt.
         
  • Unter sonstigen Einnahmen (3 %) sind z.B. Tagungsbeiträge, Zuschüsse aus dem europäischen Projekt EuroCoDe für die Beteiligung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Bußgelder und Zuwendungen von verschiedenen Stiftungen, z. B. der Deutschen Alzheimer Stiftung, zu finden.
  • Honorare (weniger als 1 %) haben wir für Vortragstätigkeiten erhalten.
  • Sponsoring, insbesondere von pharmazeutischen Firmen, nimmt für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft generell nur einen kleinen (im Jahr 2008 weniger als 1 %) Stellenwert ein.
     

Für unseren 5. Kongress, den wir vom 9.-11. Oktober 2008 in Erfurt veranstaltet haben, gibt es einen jahresübergreifenden separaten Haushalt in Höhe von 172.000 €, der sich nur mit der Zuwendung aus dem BMFSFJ (50.000 €) in diesem Haushalt wiederfindet. Der Kongress wurde in Höhe von 54.000 € aus Industrieeinnahmen finanziert, die von der Kongressorganisation vereinnahmt wurden. Der Rest stammt aus Teilnahmebeiträgen und Eigenmitteln.