Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nimmt eine Vielzahl von Aufgaben wahr, so z.B.:

  • Information und Beratung von Betroffenen am Alzheimer-Telefon (5.390 Anfragende in 2010)
  • Versand von Informationsmaterialien (über 160.000 Stück im Jahr 2010)
  • Unterstützung beim Aufbau von Angehörigengruppen und neuen Alzheimer-Gesellschaften
  • Organisation von Fachtagungen, Kongressen und Seminaren, z.B. für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter
  • Forschungsförderung
  • politische Stellungnahmen und Teilnahme an diversen Arbeitskreisen als Interessenvertretung der Betroffenen und ihrer Familien 
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit 
  • spezielle Projekte, z.B. aktuell das Jugendprojekt "Alzheimer & you" und das Projekt "Mehrgenerationenhäuser als Orte für Demenzkranke und ihre Angehörigen"

Zur Verwirklichung dieser Aufgaben wird Geld benötigt, das bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft aus unterschiedlichen Quellen stammt. Das Budget hat im Jahr 2010 einen Umfang von 1.309.661 €.

Einnahmen 2010
 Einnahmeartin €
 Mitglieds- und Fördermitgliedsbeiträge  67.341,51
 Spenden 257.833,80
 Erbschaften 272.575,62
 Sponsoring 17.586,12
 Bundeshaushalt 377.523,74
 Selbsthilfeförderung der Krankenkassen 63.500,00
 Verkauf Infomaterial125.401,82
 Vermögensverwaltung (Zinsen) 26.453,85
 Einnahmen aus Tagungsbeiträgen61.198,20
 Sonstige Einnahmen (Honorare, 
 Tagungsbeiträge, Stiftungen)
40.246,73
 Summe Einnahmen1.309.661,39

  

Darstellung der Einnahmen der DAlzG in 2010 als Tortendiagramm
  • Ein wesentlicher Bestandteil kommt dabei aus dem Bundeshaushalt (28 %). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt aus dem Bundesaltenplan 2010 das Alzheimer-Telefon und die Projekte „Alzheimer and You“ und „Mehrgenerationenhäuser als Orte für Demenzkranke und ihre Angehörigen“. Auch der 6. Kongress der DAlzG wurde durch das BMFSFJ unterstützt.
  •  
  • Einen ebenfalls großen Teil unserer Einnahmen verdanken wir den vielen Spenderinnen und Spendern, von denen die meisten kleine Summen spenden, die sich aber im Ganzen zu einer großen Summe addieren (2010: 20 % des Einkommens). Ihnen sei an dieser Stelle gedankt ebenso wie unseren Mitgliedern und Förderern (5 %).
    Dieses Geld ist besonders wichtig, weil wir – wenn es nicht zweckgebunden gespendet wurde – es für die allgemeinen Vereinsausgaben, z.B. für die inhaltliche Arbeit in den Arbeitsausschüssen, die Aufklärung der Öffentlichkeit und die politische Arbeit verwenden können.
      
  • Aus Erbschaften sind uns im Jahr 2010 ebenfalls beträchtliche Summen (21 %) zugeflossen. Davon wurde der größte Teil zweckgebunden für Forschung zugewendet. Ein Teil wurde durch die Forschungsförderung 2010 ausgegeben, mit einem Teil der Gelder wurden aber weitere Rücklagen für die Fortführung der Forschungsförderung gebildet. Wir danken den Erblassern für das Vertrauen, das sie schon zu ihren Lebzeiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft geschenkt haben.
  • Aus dem Verkauf von Informationsmaterialien erhalten wir 10 % unserer Einnahmen.
  • Aus der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen (5 %) wurden 2010 die Broschüren „Häusliche Versorgung von Demenzkranken“( 5.000 € aus der Selbsthilfe-Fördergemeinschaft der Ersatzkassen), der „Leitfaden zur Pflegeversicherung“ (8.000 € vom AOK-Bundesverband) und „Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen“ (10.000 € von der BARMER) nachgedruckt, ein Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit einer Frontotemporalen Demenz (FTD) sowie ein Expertentreffen (insgesamt 2.000 € von der DAK) veranstaltet und die Produktion einer DVD zum Thema FTD (3.500 € von der KKH) finanziert. Außerdem wurde wie jedes Jahr das Seminar "Beratung" und das Training der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter u.a. aus der GKV-Gescheinschaftsförderung (insgesamt 35.000 €) bezahlt.
  • In diesem Jahr spielten auch die Teilnahmebeiträge für Seminare, besonders aber für den 6. Kongress der DAlzG, der vom 7.-9.10.2010 in Braunschweig stattfand, eine Rolle (5 %), die natürlich für den Kongress auch wieder ausgegeben wurden.
  • Unter sonstigen Einnahmen (3 %) sind z.B. erwirtschafte Honorare für Vorträge und Zuwendungen von verschiedenen Stiftungen, z. B. der Deutschen Alzheimer Stiftung, zu finden. Die Einnahmen aus Vermögensverwaltung (Zinsen) machen 2 % aus. 
  • Sponsoring, insbesondere von pharmazeutischen Firmen, nimmt für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft generell nur einen kleinen (im Jahr 2010 1 %) Stellenwert ein. Die Verwendung erfolgte ausschließlich für den 6. Kongress der DAlzG. 10.718 € kamen dabei von der Firma Pfizer.

    Insgesamt kamen knapp 2 % aller Einnahmen aus der pharmazeutischen Industrie. So hat uns neben der bereits oben genannten Firma Pfizer die Firma Merz eine Spende (*ist kein Sponsoring, da keine Gegenleistung) in Höhe von 10.000 € zukommen lassen als Alternative zu der Verschickung von Weihnachtspräsenten. Die Firma Janssen-Cilag hat für uns CD-Roms „Hilfe beim Helfen“ im Wert von 4.000 € als Sachspende produziert.
Ausgaben 2010
 Art der Ausgabenin €
Personal (Alzheimer-Telefon, Projekte, Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung)411.356,29
Bürokosten, Beiträge, Versicherungen, Steuern usw.91.925,09
Broschüren (Erstellung, Produktion, Versand)195.281,95
Projekte (Kosten ohne eigene Personalkosten): MGH-Projekt, Kongress, Tagungen, "Alzheimer and you", "Allein leben mit Demenz"293.503,75
Zuwendungen an Mitgliedsgesellschaften39.357,75
Forschungsförderung114.188,00
Öffentlichkeitsarbeit (Welt-Alzheimertag, Messen, Infos an Ärzte, Apotheken, Spender)139.401,83
Gremien (Delegiertenversammlung, Arbeitsausschüsse usw.)21.173,53
Überschuss (Rücklagen für Forschungszwecke)3.473,94

Summe Ausgaben

1.309.661,39

Übersicht über die Ausgaben der DAlzG 2010 als Tortendiagramm