Eine Alzheimer-Gesellschaft kann gegründet werden, wenn es mindestens 7 Mitglieder gibt und diese in einer Gründungsversammlung die Satzung unterschreiben.

Bei der Wahl zum Vorstand sollte darauf geachtet werden, dass auch pflegende Angehörige mit vertreten sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Sicht der Angehörigen mit einbezogen wird und der Selbsthilfegedanke lebendig bleibt.

Bei der Aufstellung potenzieller Vorstandsmitglieder sollten mögliche Interessenkonflikte vermieden werden. Bekannte Persönlichkeiten, wie z. B. Ärztinnen und Ärzte oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von großen Trägern können die Arbeit einer Alzheimer-Gesellschaft beflügeln, aber nur dann, wenn sie sich unabhängig und neutral für die Belange der Kranken und ihrer Familien einsetzen.

Checkliste zur Gründung einer Alzheimer-Gesellschaft

Informationen zur Vereinsgründung bietet der Leitfaden zum Vereinsrecht vom Bundesministerium für Justiz. 

Zum Leitfaden

Sie können außerdem unsere Mustersatzung für örtliche Alzheimer-Gesellschaften nutzen.

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Finanzierung

Für Alzheimer Gesellschaften, die als gemeinnützige Vereine anerkannt sind, bestehen verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung und Förderung:

  • Mitgliedsbeiträge
  • Spenden
  • Unterstützung durch Fördermitglieder
  • Sonstiges, z.B. Zinserträge, Honorareinnahmen, Lotto-Einnahmen
  • Selbsthilfeförderung der Krankenkassen
  • Förderung einzelner Projekte durch Bundesministerien, Krankenkassen, Bundesministerien, Pharmafirmen

Selbsthilfeförderung durch Krankenkassen

Laut Sozialgesetzbuch (§ 20c, SGB V) sollen Krankenkassen die Selbsthilfe mit 0,64 € pro Versicherten (vorläufiger Wert für 2015) unterstützen. Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft beantragt jährlich bei den Krankenkassen Gelder aus dem "Selbsthilfetopf". Krankenkassen fördern damit einzelne Projekte wie z. B. Broschüren, Plakate oder eigene Veranstaltungen. Vereinzelt kann auch ein Antrag auf institutionelle Förderung gestellt werden. Überwiegend fördern Krankenkassen nach Art der kassenarten-übergreifenden Gemeinschaftsförderung.