30.04.2018

Autofahren bei Demenz? Fachtagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft informiert

Mit fortschreitender Demenz geht die Fähigkeit, ein Auto sicher zu fahren, verloren. Ab wann dies der Fall ist, ist allerdings oft nicht leicht zu entscheiden. Schwierigkeiten ergeben sich insbesondere dann, wenn die Erkrankten selbst nicht in der Lage sind einzusehen, dass sie auf das Autofahren verzichten müssen. Ärzte sind oftmals ebenso wie Angehörige unsicher, wie sie mit dem Thema umgehen sollen. Auf der Fachtagung „Demenz und Autofahren“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft werden Lösungsmöglichkeiten für Angehörige sowie Handlungsweisen im Umgang mit den Betroffenen für Beratende und Ärzte diskutiert.

Vorgestellt wird eine Handreichung für Hausärzte, die in einem von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft geförderten Projekt der Universität Düsseldorf entwickelt wurde. Der am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld erarbeitete Fragebogen SAFE unterstützt die Beratung und die Einschätzung der Fahrtauglichkeit. Antje Holst vom Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein wird konkrete Strategien vorstellen, wie Angehörige mit dem Thema umgehen können.

Zur Tagung am 5. Juli 2018 nach Kassel eingeladen sind Beraterinnen und Berater, Ärztinnen und Ärzte, Aktive aus den Alzheimer-Gesellschaften, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sowie alle Interessierten.

Fachtagung Demenz und Autofahren

Termin: 5. Juli 2018, 10.30 – 16.00 Uhr

Veranstaltungsort: Anthroposophisches Zentrum Kassel, Wilhelmshöher Allee 261, 34131 Kassel

Teilnahmegebühr: keine

Anmeldung: bis zum 20. Juni 2018 über die Geschäftsstelle

Hintergrund

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60 Prozent davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.