Teilnehmer einer Betreuungsgruppe beim Spaziergang

Alzheimer-Gesellschaften sowie Wohlfahrtsverbände und andere Träger bieten Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger als niedrigschwelliges ambulantes Angebot an.

Menschen mit Demenz verbringen ein- bis zweimal pro Woche einige Stunden in einer Gruppe. Die Ausgestaltung dieser gemeinsamen Zeit orientiert sich an den Wünschen der Teilnehmer/innen. Aktivierungsangebote, die auf die Bedürfnisse der Kranken ausgerichtet sind, sowie die Betreuung durch geschulte Helfer/innen und eine Fachkraft sind Bestandteile des Konzeptes. Die pflegenden Angehörigen sollen durch die Betreuungsgruppen Entlastung erfahren, indem sie einen zeitlichen Freiraum zur eigenen Verfügung haben.

Erfüllt das Angebot bestimmte Voraussetzungen, besteht die Möglichkeit der Anerkennung als niedrigschwelliges Betreuungsangebot nach § 45c Abs. 3 SGB XI. Damit kann für das Angebot eine Förderung durch das jeweilige Bundesland verbunden sein. Die Demenzkranken bzw. ihre Angehörigen haben die Möglichkeit, die entstehenden Kosten für die Inanspruchnahme der Gruppe über § 45a/b SGB XI abzurechnen, sofern der Erkrankte die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt.

Checkliste zum Aufbau von Betreuungsgruppen

Beispiel

Beispielhaft können Sie nachlesen wie die Betreuungsgruppe des MGH "Kastanienhof" aufgebaut wurde.

Literatur

  • Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg (Hrsg.) (2009). Betreuungsgruppen. Informationen und Arbeitshilfen zum Aufbau von Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz. Stuttgart.
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.) (2009). Betreuungsgruppen für Demenzkranke. Informationen und Tipps zum Aufbau. Berlin.
  • Stoppe, G. / Stiens, G. (Hrsg.) (2009). Niedrigschwellige Betreuung von Demenzkranken. Grundlagen und Unterrichtsmaterialien. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer.