Laufzeit: 2019-2022

Logo des Projektes Demenz und Migration

In Deutschland leben zurzeit 18,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind über 1,8 Millionen 65 Jahre alt (Statistisches Bundesamt, 2016). Eine Studie des Robert Koch-Institut (2008) kam zu dem Ergebnis, dass Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren höhere Gesundheitsrisiken aufweisen als vergleichbare Gruppen aus der Aufnahmegesellschaft. Dies liegt vor allem daran, dass sie ein höheres Armutsrisiko und einen geringeren sozialen Status haben als andere ältere Menschen. Deshalb „altern“ Menschen mit Migrationshintergrund schneller und ihr Risiko steigt, an einer Demenz zu erkranken. Heute erleben wir zunehmend, dass

  • immer mehr Menschen andere kulturelle Hintergründe haben,
  • es immer mehr Menschen gibt, die vor Jahren nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten und dann wieder zurückzukehren, im Alter aber bleiben,
  • viele der älteren eingewanderten Menschen die deutsche Sprache nicht beherrschen oder deren Kenntnis zum Beispiel durch eine Demenz wieder verloren gegangen ist,
  • durch den Zuzug von geflüchteten Menschen mehr Menschen mit anderen Sprachen und kulturellen Hintergründen zu uns kommen.

Über das Projekt

Mit der Internetseite www.demenz-und-migration.de will die Deutsche Alzheimer Gesellschaft

  • gezielt Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen, sie über Demenz in der Muttersprache informieren und ihnen Möglichkeiten der Unterstützung aufzeigen.
  • alle in der Beratung und Altenhilfe Tätigen für eine interkulturelle Öffnung ihrer Angebote sensibilisieren und ihnen muttersprachliche Informationen an die Hand geben, die sie in der Beratung/im Pflegealltag einsetzen können.

Auf www.demenz-und-migration.de finden Sie

  • grundlegende Informationen über Demenz in türkischer, polnischer und russischer Sprache
  • Informationen über Migration, Demenz und Kultursensibilität
  • weitere Links, Materialien und Adressen

Weitere Informationen zum Projekt „Demenz und Migration“ finden Sie hier: Projekt „Demenz und Migration“

Weiterentwicklung des Internetangebotes

Durch die Kooperation mit DeMigranz (Demenz Support Stuttgart) ist es möglich, das Internetangebot aktuell zu halten und weiterzuentwickeln:

  • die Informationen zum Thema Demenz sollen in zwei weiteren Sprachen zur Verfügung gestellt werden
  • die muttersprachlichen Beratungs- und Unterstützungsangebote werden in einer übersichtlichen Netzwerkkarte dargestellt; die Adressen werden laufend aktualisiert und ergänzt

Beim Alzheimer-Telefon, dem bundesweiten Beratungsangebot der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, erhalten Angehörige, Betroffene und professionell Helfende Informationen zu Demenz, zum Krankheitsbild, zur Diagnose, zum Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen sowie zu rechtlichen und finanziellen Fragen. Erfahrene Beraterinnen und Berater sind Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr unter der Rufnummer 030 - 259 37 95 14 erreichbar.

Türkischsprachiges Beratungsangebot

Die Beratung am Alzheimer-Telefon wurde durch ein türkischsprachiges Angebot erweitert. Jeweils mittwochs von 10.00 bis 12.00 Uhr beantwortet eine Kollegin die Fragen der Anruferinnen und Anrufer, die ein Gespräch auf Türkisch wünschen.

Finanzierung

Die Weiterentwicklung der Internetseite www.demenz-und-migration.de wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Gefördert von:

 

Kontakt

Ansprechpartner für das Projekt bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist
Daniel Ruprecht
daniel.ruprecht[at]deutsche-alzheimer.de


mehr Informationen auf www.demenz-und-migration.de