Aus: Alzheimer Info 1/12

Anregungen für den häuslichen Alltag bietet die an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelte MAKS-Therapie (motorisch, alltagspraktisch, kognitiv, spirituell). Sie beinhaltet in einem spirituellen Rahmen neben Bewegungsvorschlägen, alltagspraktischen Förderungsmöglichkeiten auch innovative geistige Übungen. Spielerisch durchgeführt werden auf diese Weise Erfolgserlebnisse vermittelt, auf die Demenzbetroffene besonders angewiesen sind.

Ein Beispiel ist die Aktivierung an einem Computer mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm. Mit nur wenigen Gesten wie etwa Tippen des Fingers auf den Monitor anstelle von Klicken einer PC-Maus können die speziell für Demenzkranke entwickelten Übungen durchgeführt werden. Gemeinsam aktiv sein und dabei Spaß haben, lautet die Devise. Vielleicht findet auch die Enkel-Generation auf diese Weise einen Draht zu ihrer demenzkranken Oma oder ihrem Opa. Damit niemand über- oder unterfordert wird, gibt es die meisten Übungen in mehreren Schwierigkeitsstufen.

Das Praxisbuch zur MAKS-Therapie „Aktivierungstherapie für den Menschen mit Demenz“ bietet nicht nur dem Pflegepersonal in voll- oder teilstationären Einrichtungen Anregungen und Struktur, sondern auch Helferinnenkreisen sowie den Angehörigen, die ihre Demenzbetroffenen zuhause versorgen.

Dr. rer. biol. hum. Birgit Eichenseer
Diplom-Psychologin, Diplom-Psychogerontologin, Nürnberg

 

 

Literatur und Informationen:

Birgt Eichenseer, Elmar Gräßel: Aktivierungstherapie für Menschen mit Demenz,
Urban & Fischer, München 2011, 314 Seiten (mit CD und Plus im Web), 41,95 €

www.maks-aktiv.de
www.maks-aktivierungstherapie.de