Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.


 

Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen. Sie setzen sich bundesweit für die Verbesserung der Situation der Demenzkranken und ihrer Familien ein.

In den 80er Jahren schlossen sich an einzelnen Orten in Deutschland Angehörige von Demenzkranken, begleitet von fachlichen Helfern, zu Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und die Situation für die Betroffenen zu verbessern. Am 2. Dezember 1989 wurde die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. als Dachverband von engagierten Vertreterinnen und Vertretern der ersten Angehörigengruppen in Bad Boll gegründet.

Die Arbeit des Vorstandes und in den meisten Mitgliedsgesellschaften wird ehrenamtlich geleistet. In der Geschäftsstelle in Berlin sind dreizehn Mitarbeiter/innen überwiegend in Teilzeit tätig.

Ziele

  • Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Alzheimer Krankheit und andere Demenzerkrankungen fördern
  • Gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anregen
  • Die Krankheitsbewältigung der Betroffenen und die Selbsthilfefähigkeit der Angehörigen verbessern
  • Entlastung für die Betreuenden schaffen durch Aufklärung, emotionale Unterstützung und örtliche Hilfe
  • Zusammenarbeit und fachlicher Austausch mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften
  • Unterstützung wissenschaftlicher Forschung über Demenzerkrankungen und Versorgungsmöglichkeiten
  • Neue Betreuungs- und Pflegeformen entwickeln und erproben

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Forderungen der DAlzG

In Deutschland leben zur Zeit etwa 1,2 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel der Erkrankten werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Dachverband von zurzeit 127 auf Landes- und regionaler Ebene organisierten Alzheimer Gesellschaften sowie weiterer zahlreicher Angehörigen- und Selbsthilfegruppen) stellt folgende Forderungen:

  1. Pflegeversicherung:
    Angemessene Berücksichtigung der Demenzkranken im Pflegeversicherungsgesetz (inbesondere die stärkere Berücksichtigung der Beaufsichtigung und Betreuung von Demenzkranken bei der Einstufung)
  2. Unterstützung der pflegenden Angehörigen und der Selbsthilfe:
    Aufbau eines bundesweiten Netzes von Anlaufstellen bzw. Selbsthilfegruppen für Angehörige von Demenzkranken innerhalb der nächsten zwei Jahre
  3. Medizinische Diagnose und Behandlung:
    Sicherstellung der Frühdiagnostik bei Demenzerkrankungen sowie Behandlung mit Antidementiva
  4. Stationäre Altenhilfe:
    Kurzfristige Umsetzung demenzbezogener struktureller Veränderungen (insbesondere: Qualifizierung des Personals, angemessener Personalschlüssel, nichtmedikamentöse Therapie)

Ausführlicher können Sie die Forderungen der DAlzG nachlesen in der Broschüre
"Vergesst die Demenzkranken nicht!" (PDF)

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Finanzierung der DAlzG

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft finanziert ihre Arbeit überwiegend aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen und erhält nur für einzelne Projekte öffentliche Mittel. Sie ist also in hohem Maße auf die Unterstützung durch Mitglieder und Förderer angewiesen. (Zum Finanzbericht für 2010)

Wir möchten Sie daher bitten, mitzuhelfen, Demenzkranken und ihren Angehörigen ein lebenswertes und würdiges Leben zu ermöglichen. Sie können helfen:

Wenn Sie uns unterstützen wollen, nutzen Sie bitte unser Spendenformular:

Schaltfläche: Online spenden (öffnet ein Extrafenster)Schaltfläche: Online spenden (öffnet ein Extrafenster)

Sie können aber auch auf gewohnte Weise spenden.
Bitte überweisen Sie Ihre Spende in diesem Fall auf folgendes Konto:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Konto 3377800
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00

BIC: BFSWDE31BER
IBAN: DE32 1002 0500 0003 3778 00

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Projekte, mit denen unsere Ziele umgesetzt werden

  • Das Alzheimer-Telefon wurde Anfang Januar 2002 offiziell eröffnet. Unter der bundesweiten Rufnummer 01803-17 10 17 werden Angehörige, Betroffene und alle Ratsuchenden montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr beraten. Die Telefongebühren betragen 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.
  • Seit 1997 organisiert die DAlzG regelmäßig alle zwei Jahre Alzheimer-Kongresse. Der 6. Kongress der DAlzG fand vom 7. - 9. Oktober 2010 in Braunschweig statt. Der 7. Kongress wird vom 18. - 20. Oktober 2012 in Hanau organisiert. Außerdem werden jedes Jahr Seminare und Fachtagungen durchgeführt.
  • Mit dem Projekt „Allein lebende Demenzkranke - Schulung in der Kommune“, das von  Januar 2007 bis April 2010 aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wurde, hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ihre Tätigkeit um diesen Schwerpunkt erweitert. Ergebnis des Projektes ist ein Handbuch mit Schulungsmaterialien, das auf DVD zur Verfügung steht.
  • Vom 21. September 2007 bis zum 15. Juni 2008 haben wir mit dem Wettbewerb "Alzheimer & You" Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 21 Jahren dazu aufgerufen, soziales Engagement zu zeigen. Seit Februar 2010 gibt es die Internetseite www.alzheimerandyou.de, die sich direkt an Schüler und Jugendliche wendet. Sie informiert zum Thema Demenz und will ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen fördern.
    Außerdem haben wir eine Handreichung für Lehrer, Jugendgruppenleiter und andere Pädagogen erarbeitet, die das Thema Demenz im Rahmen von Projekten in den Unterricht einbinden möchten. Dieses Praxishandbuch wurde im Rahmen einer Abschlusstagung am 20. Januar 2011 in Berlin vorgestellt.
    Das Projekt wird ebenfalls durch das Bundesfamilienministerium gefördert.
  • Die Suche nach Unterstützungsangeboten für Demenzkranke und ihre Angehörigen gestaltet sich oft mühsam. Um einen Überblick über die im Internet dazu vorhandenen Informationen zu schaffen, hat die DAlzG von Juli 2007 bis Februar 2009 eine Internetseite mit Links zu entsprechenden Online-Datenbanken aufgebaut. Auch dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Die Aktualisierung der Links erfolgt kontinuierlich aus eigenen Ressourcen. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Susanna Saxl.
  • Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat am 18. Januar 2007 ein Buch mit unbeschriebenen Seiten auf eine einjährige Deutschlandreise geschickt. Prominente aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung waren eingeladen, die leeren Seiten zu füllen. Die Stationen des "Buches der Erinnerungen" können Sie >>hier verfolgen.
  • Von Mai 2005 bis Januar 2007 führte die DAlzG mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit die Kampagne "helfen nicht vergessen" durch. Im Rahmen dieser Kampagne konnten in einer Online-Galerie mehr als 11.000 Bilder von beschrifteten Händen gesammelt werden.
    Weitere Informationen zur Kampagne und die "Hände-Galerie" finden Sie >>hier

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Qualität in der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften

Die Selbsthilfe und damit auch die Alzheimer-Gesellschaften haben in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung erfahren. So werden demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen stärker als bisher in die Politikberatung einbezogen, sie sind in Gremien vertreten und kommen bei Anhörungen im Bundestag, auf Landes- und kommunaler Ebene zu Wort. Sie müssen um Gelder werben, dabei werden Transparenz und Qualität in der Arbeit und im Finanzgebaren von gemeinnützigen Organisationen – wie der Selbsthilfe – immer wichtiger.

Während noch in den 1980er Jahren kaum eine Alzheimer-Gesellschaft oder Ange­hörigengruppe bestand, ist das Netz in den letzten Jahren dichter geworden. Immer mehr Alzheimer-Gesellschaften wurden gegründet. Das ist im Interesse der Demenz­kranken und ihrer Familien sehr zu begrüßen. Die Vereine haben dabei unter­schied­liche Ausrichtungen und sind vielfältig. Diese Vielfalt ist einerseits kreativ und fruchtbar, sie erschwert andererseits aber auch eine einheitliche Wahrnehmung: „Was ist eigentlich eine Alzheimer-Gesell­schaft? Was leistet sie? Was kann ich von ihr erwarten?“ Je dichter das Netz der Alz­heimer-Gesellschaften wird, je mehr sie in der Öffentlichkeit präsent sind, desto hö­her werden durch Vergleiche auch die Erwartungen an eine Alzheimer-Gesellschaft. Das gilt gleichermaßen für betroffene Familien, wie z.B. für Fachleute, Poli­ti­ker und verschiedene Kooperationspartner.

Die Delegiertenversammlung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) hat des­halb im November 2006 beschlossen, einen Arbeits­ausschuss „Qualität“ ein­zu­setzen, der Kriterien für die Sicherstellung und Weiter­entwicklung der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften unter einheitlichen Qualitäts­gesichtspunkten entwickeln soll. Das vor­liegende Papier ist das Ergebnis der Arbeit dieses Arbeitsausschusses, der aus Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsstelle der DAlzG sowie Vertretern ihrer Mitgliedsorganisationen besteht.

Alzheimer-Gesellschaften, die sich unter dem Dach der Deutschen Alzheimer Ge­sell­schaft e.V. Selbsthilfe Demenz zusammen geschlossen haben - der Begriff „Alzheimer-Gesellschaft“ ist nicht geschützt - verpflichten sich, qualitätsorientiert nach den Maßgaben dieses Papiers zu arbeiten.

Leitsätze zur Qualität der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften (PDF)

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Logo der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Transparenzerklärung

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz hat sich der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und sich verpflichtet, folgende Informationen auf ihrer Homepage der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen:

  1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr des Vereins (siehe oben bzw. im Impressum)
     
  2. Satzung und Leitbild 
     
  3. Datum des aktuellen Bescheids über die Anerkennung als steuerbegünstigter (gemeinnütziger) Verein vom Finanzamt: 19.10.2010, Steuernummer 27/663/56598
     
  4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger
    • Geschäftsführerin: Sabine Jansen
  5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation:
    Tätigkeitsbericht 2010-2011
     
  6. Personalstruktur: In der Geschäftsstelle teilen sich 11 Mitarbeiter/innen etwa 8 Vollzeitstellen, zusätzlich ist eine Mitarbeiterin geringfügig beschäftigt und eine weitere auf Honorarbasis tätig.
     
  7. Mittelherkunft - siehe Finanzberichte
     
  8. Mittelverwendung - siehe Finanzberichte ab 2010
     
  9. Gesellschaftsrechtliche Verbundheit mit Dritten:
    Die DAlzG ist verbunden mit der Deutschen Alzheimer Stiftung, deren Satzungszweck die Unterstützung der Arbeit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft darstellt und deren Kuratorium vom Vorstand der DAlzG bestellt wird.
     
  10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als 10 % unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen:
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2010: 28 %)
    Angaben zu Einzelspenden von natürlichen Personen:
    2010 hat die DAlzG eine zweckgebundene Erbschaft aus dem Nachlass einer verstorbenen natürlichen Person für Forschungszwecke erhalten in Höhe von 253.760 €.