Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen. Sie setzen sich bundesweit für die Verbesserung der Situation der Demenzkranken und ihrer Familien ein.

Die ersten Alzheimer-Gesellschaften entstanden in den 80er Jahren: An einzelnen Orten in Deutschland schlossen sich Angehörige von Demenzkranken, begleitet von fachlichen Helfern, zu Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und die Situation für die Betroffenen zu verbessern. Am 2. Dezember 1989 wurde die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. als Dachverband von engagierten Vertreterinnen und Vertretern der ersten Angehörigengruppen in Bad Boll gegründet. Heute gehören zur DAlzG 136 auf Landes- und regionaler Ebene organisierte Alzheimer-Gesellschaften.

Natürliche Personen können nicht Mitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft werden. Dies können nur Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen, die sich eine bestimmte Satzung gegeben haben

Ziele unserer Arbeit

  • Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Alzheimer Krankheit und andere Demenzerkrankungen fördern
  • Gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anregen
  • Die Krankheitsbewältigung der Betroffenen und die Selbsthilfefähigkeit der Angehörigen verbessern
  • Entlastung für die Betreuenden schaffen durch Aufklärung, emotionale Unterstützung und örtliche Hilfe
  • Zusammenarbeit und fachlicher Austausch mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften
  • Unterstützung wissenschaftlicher Forschung über Demenzerkrankungen und Versorgungsmöglichkeiten
  • Neue Betreuungs- und Pflegeformen entwickeln und erproben

Qualität in der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften

Die Selbsthilfe und damit auch die Alzheimer-Gesellschaften haben in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung erfahren. So werden demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen stärker als bisher in die Politikberatung einbezogen, sie sind in Gremien vertreten und kommen bei Anhörungen im Bundestag, auf Landes- und kommunaler Ebene zu Wort. Sie müssen um Gelder werben, dabei werden Transparenz und Qualität in der Arbeit und im Finanzgebaren von gemeinnützigen Organisationen - wie der Selbsthilfe - immer wichtiger.

Während noch in den 1980er Jahren kaum eine Alzheimer-Gesellschaft oder Ange­hörigengruppe bestand, ist das Netz in den letzten Jahren dichter geworden. Immer mehr Alzheimer-Gesellschaften wurden gegründet. Das ist im Interesse der Demenz­kranken und ihrer Familien sehr zu begrüßen. Die Vereine haben dabei unter­schied­liche Ausrichtungen und sind vielfältig. Diese Vielfalt ist einerseits kreativ und fruchtbar, sie erschwert andererseits aber auch eine einheitliche Wahrnehmung: "Was ist eigentlich eine Alzheimer-Gesell­schaft? Was leistet sie? Was kann ich von ihr erwarten?" Je dichter das Netz der Alzheimer-Gesellschaften wird, je mehr sie in der Öffentlichkeit präsent sind, desto hö­her werden durch Vergleiche auch die Erwartungen an eine Alzheimer-Gesellschaft. Das gilt gleichermaßen für betroffene Familien, wie z.B. für Fachleute, Poli­ti­ker und verschiedene Kooperationspartner.

Die Delegiertenversammlung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) hat des­halb im November 2006 beschlossen, einen Arbeits­ausschuss „Qualität“ ein­zu­setzen, der Kriterien für die Sicherstellung und Weiter­entwicklung der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften unter einheitlichen Qualitäts­gesichtspunkten entwickeln soll. Das vor­liegende Papier ist das Ergebnis der Arbeit dieses Arbeitsausschusses, der aus Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsstelle der DAlzG sowie Vertretern ihrer Mitgliedsorganisationen besteht.

Alzheimer-Gesellschaften, die sich unter dem Dach der Deutschen Alzheimer Gesell­schaft e.V. Selbsthilfe Demenz zusammen geschlossen haben (der Begriff "Alzheimer-Gesellschaft" ist nicht geschützt) verpflichten sich, qualitätsorientiert nach den Maßgaben dieses Papiers zu arbeiten.

Leitsätze zur Qualität der Arbeit der Alzheimer-Gesellschaften