Seminarreihe für Angehörige

In Deutschland leben rund 1,7 Millionen Menschen mit einer Demenz, davon zwei Drittel mit der Alzheimer-Krankheit. Die Erkrankung tritt meist in höherem Alter auf, aber auch Menschen unter 60 sind betroffen. Menschen mit Demenz fällt es zunehmend schwer, sich zu erinnern, neue Erfahrungen aufzunehmen und sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Angehörige begleiten und pflegen Demenzerkrankte – oft rund um die Uhr. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz hat sich zum Ziel gesetzt, sie in ihrem Alltag zu unterstützen.

Im Jahr 2000 wurde die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ entwickelt, 2015 wurde sie komplett überarbeitet. Die Schulungsreihe hat die Schwerpunkte Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz. Ergänzend dazu wurden drei Filme gedreht, die sehr nah am Alltagserleben der Angehörigen ansetzen. Sie stellen eine gute Möglichkeit dar, eigenes Verhalten zu reflektieren und gemeinsam in der Gruppe nach neuen Lösungswegen zu suchen.

Das Schulungsprogramm „Hilfe beim Helfen“ ist ein interaktives Seminarprogramm und umfasst acht Module. Es soll Moderierenden und Kursleitungen ermöglichen, Schulungen für pflegende Angehörige vor Ort durchzuführen. „Hilfe beim Helfen“ stellt für alle acht Module Präsentationsfolien und begleitende Texte bereit. Die Reihe ist didaktisch so aufbereitet, dass die Teilnehmenden immer wieder eingeladen werden, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen und sich mit anderen auszutauschen.

Damit will das Programm sowohl dem hohen Informationsbedürfnis der pflegenden Angehörigen gerecht werden als auch Wege aufzeigen, wie pflegende Angehörige Entlastung finden können.

Inhalte der Schulungsreihe

  • Wissenswertes über Demenz
  • Demenz verstehen
  • Informationen zu rechtlichen Fragen
  • Den Alltag leben
  • Informationen zur Pflegeversicherung
  • Herausfordernde Situationen und Pflege
  • Entlastung für Angehörige

Je nach Wunsch und Bedarf  kann aus folgenden Schwerpunkten ausgewählt werden:

  • Verschiedene Wohnformen (Heim und Wohngemeinschaft)
  • Menschen mit Demenz im Krankenhaus
  • Letzte Lebensphase

Mit drei Filmen werden alltägliche Situationen dargestellt:

  • Der Gang zur ärztlichen Untersuchung I und II
  • Beim Abendessen I und II
  • Meine Geldbörse ist weg I und II

Der erste Teil jedes Films zeigt Situationen, in denen es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Kommunikation verbessert werden kann. Für alle Themen stehen Folien und Manual zur Verfügung.


Zusätzliche Schulungsfilme

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnten 2019 zwei zusätzliche Schulungsfilme erstellt werden, die noch nicht auf der DVD enthalten sind.

Durch Klick auf den jeweiligen Link öffnen sich die Filme. Wenn Sie die Filme offline zeigen möchten, können Sie sie auch auf Ihrem Rechner abspeichern. Dafür müssen Sie den Film starten und das Video dann mit einem Rechtsklick auf die Maus abspeichern. 

Die Inhalte dieser DVD sind nach bestem Wissen und dem heutigen Kenntnisstand (2018) erstellt worden. Haftung und Gewähr sind ausgeschlossen.

Ansprechpartnerin

Helga Schneider-Schelte

  • Projektleiterin Alzheimer-Telefon
  • Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“
  • Fortbildung

030 259 37 95 15
E-Mail schreiben

Weitere Angebote

Moderatorinnen und Moderatoren, die unsere Schulungsreihe durchführen möchten, können diese in unserem Online Shop bestellen.

Angehörige, die nach Schulungsterminen in ihrer Nähe suchen, erfahren mehr auf den Seiten der regionalen Alzheimer-Gesellschaften.

Weitere Informationen

Infomaterial

Wie kann der Alltag mit Menschen mit Demenz gestaltet werden? Welche Beschäftigungen machen Spaß und Freude? Wie können Fähigkeiten gefördert, aber Stress und Leistungsdruck vermieden werden?

Unterstützung

Angehörige, Betroffene und alle Ratsuchenden können sich montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr an unser Alzheimer-Telefon wenden.

Recht

Welche Rechte ergeben sich daraus, wenn Angehörige zum Bevollmächtigten oder rechtlichen Betreuer bestellt werden? Was dürfen Angehörige in dieser Position oder gar, was müssen sie tun?

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