Mitgliedsgesellschaften der DAlzG

Die ersten Alzheimer-Gesellschaften entstanden in den 1980er-Jahren: An einzelnen Orten in Deutschland schlossen sich Angehörige von Demenzerkrankten, begleitet von fachlichen Helfern, zu Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und die Situation für die Betroffenen zu verbessern.
Am 2. Dezember 1989 wurde die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. als Dachverband von engagierten Vertreterinnen und Vertretern der ersten Angehörigengruppen in Bad Boll gegründet. Heute gehören zur DAlzG mehr als 130 auf Landes- und regionaler Ebene organisierte Alzheimer-Gesellschaften.

Alle Mitgliedsgesellschaften finden Sie bei unseren bundesweiten Anlaufstellen. Einfach die Kategorie "Alzheimer-Gesellschaften (Mitgliedsgesellschaften)" auswählen und auf Suche klicken.

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Eine Alzheimer-Gesellschaft gründen

Eine Alzheimer-Gesellschaft kann gegründet werden, wenn es mindestens sieben Mitglieder gibt und diese in einer Gründungsversammlung die Satzung unterschreiben.

Bei der Wahl zum Vorstand sollte darauf geachtet werden, dass auch pflegende Angehörige vertreten sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Sicht der Angehörigen einbezogen wird und der Selbsthilfegedanke lebendig bleibt.

Bei der Aufstellung potenzieller Vorstandsmitglieder sollten mögliche Interessenkonflikte vermieden werden. Bekannte Persönlichkeiten, zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von großen Trägern, können die Arbeit einer Alzheimer-Gesellschaft beflügeln - aber nur dann, wenn sie sich unabhängig und neutral für die Belange der Kranken und ihrer Familien einsetzen.

Informationen zur Vereinsgründung bietet der Leitfaden zum Vereinsrecht vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. 

Sie können außerdem unsere Mustersatzung für örtliche Alzheimer-Gesellschaften nutzen. Allerdings empfiehlt es sich, diese vor der Gründungsversammlung mit dem Registergericht und dem Finanzamt abzustimmen, damit es nicht nach der Gründung zu Änderungswünschen von Seiten der Behörden kommt.

Hilfreiche Hinweise zum Thema „Datenschutz im Verein“ stellen unter anderem die BAG Selbsthilfe e.V. sowie der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit zur Verfügung.

Finanzierung

Für Alzheimer Gesellschaften, die als gemeinnützige Vereine anerkannt sind, bestehen verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung und Förderung:

  • Mitgliedsbeiträge
  • Spenden
  • Unterstützung durch Fördermitglieder
  • Sonstiges, zum Beispiel Zinserträge, Honorareinnahmen, Lotto-Einnahmen
  • Selbsthilfeförderung der Krankenkassen
  • Förderung einzelner Projekte durch Bundesministerien, Krankenkassen, Bundesministerien, Pharmafirmen


Selbsthilfeförderung durch Krankenkassen

Laut Sozialgesetzbuch V (§ 20h SGB V) sollen Krankenkassen die Selbsthilfe im Jahr 2021 mit 1,19 € pro Versicherten unterstützen. Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft beantragt jährlich bei den Krankenkassen Gelder aus dem „Selbsthilfetopf“. Krankenkassen fördern damit einzelne Projekte wie zum Beispiel Broschüren, Plakate oder eigene Veranstaltungen. Vereinzelt kann auch ein Antrag auf institutionelle Förderung gestellt werden. Überwiegend fördern Krankenkassen nach Art der kassenarten-übergreifenden Gemeinschaftsförderung.  

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