„Damit der Cafébesuch nicht zum Stressfaktor wird“ Neuer Film der Initiative Demenz Partner zeigt, wie Teilhabe gelingen kann

 Filmszene zeigt demenzerkrankten Mann beim bezahlen in einem Café

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Wie können wir Menschen mit Demenz im Alltag besser unterstützen? Ein neuer Film der Initiative Demenz Partner der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zeigt, wie schon mit etwas mehr Wissen und Verständnis Teilhabe gelingen kann – sowohl zuhause als auch in der Öffentlichkeit.

Ein Cafébesuch bedeutet leckeren Kuchen und ein Heißgetränk zu genießen, entspannte Gespräche zu führen und sich wohlzufühlen. Viele Menschen gönnen sich eine solche Auszeit gerne ab und zu. Für Menschen mit Demenz können aber auch solche scheinbar einfachen Unternehmungen besondere Herausforderungen bedeuten. 

Wenn die Orientierung nicht mehr so gut funktioniert, lösen Fragen wie „Wo war nochmal die Toilette?“, „War das hier mein Platz?“ oder auch „Wie ging das noch mal mit dem Bezahlen?“ schnell Verwirrung aus.

Auch Begleitpersonen von Menschen mit Demenz geraten in solchen Momenten nicht selten unter Druck, fühlen sich unwohl und überfordert. Personal, das für den Umgang mit Menschen mit Demenz geschult und sensibilisiert ist, kann in diesen Situationen einen entscheidenden Unterschied machen. Mit ein wenig Verständnis und Einfühlungsvermögen lassen sich solche potenziell schwierigen Situationen leicht entschärfen und Begegnungen schaffen, bei denen sich alle wohlfühlen.

Der neue Kurzfilm der Initiative Demenz Partner greift genau solche Alltagssituationen auf. Anhand leicht verständlicher und nachvollziehbarer Beispiele zeigt er, wie sensibilisierte Mitarbeitende dazu beitragen können, dass sich Menschen mit Demenz und ihre Begleitpersonen willkommen, respektiert und verstanden fühlen.

„Wir hören immer wieder von Angehörigen, dass sie sich mit einem demenzerkrankten Familienmitglied nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen“, sagt Swen Staack, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. „Zu oft haben sie erlebt, dass sie komisch angeschaut oder Bemerkungen gemacht werden, wenn durch die Demenz das Verhalten verändert ist oder Abläufe nicht mehr so reibungslos funktionieren. Das soll und darf so nicht sein. Denn die Sorge für einen Menschen mit einer Demenz sollte Angehörige nicht in die Einsamkeit und Isolation bringen. Mit Geduld und etwas Offenheit ist es so einfach, auch Menschen mit Demenz Teilhabe zu ermöglichen. Die Beispiele in dem Film zeigen das sehr anschaulich – und sie lassen sich auf viele andere Situationen übertragen.“

Der Schulungsfilm ist im Rahmen der Initiative Demenz Partner kostenfrei verfügbar und kann auch über den YouTube-Kanal der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. angesehen werden. Ermöglicht wurde die Entwicklung und Produktion des Films durch die finanzielle Unterstützung des GKV-Spitzenverbandes im Rahmen der Selbsthilfeförderung.